12. März 2022 / Aus aller Welt

9000 Tonnen Sand in Form gebracht

Niemand kann sie zählen, die vielen Sandkörner. Was man aus ihnen machen kann, zeigt eine Schau auf der Ostseeinsel Rügen.

Ein Mann arbeitet an einer Sandskulptur des Göttervaters Zeus auf seinem Thron.

Neben weitläufigen Sandstränden bietet die Ostsee-Insel Rügen seit Samstag auch wieder eine Schau mit imposanten Sandfiguren.

Vom antiken Göttervater Zeus bis hin zum Astronauten der Neuzeit reicht das Spektrum der Motive, die in der neuen Sandskulpturen-Ausstellung in Prora am Rande des Ostseebades Binz zu sehen sind.

Das lange vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine festgelegte Motto der Ausstellung «What a wonderful world» setzt nun gewissermaßen einen Kontrapunkt zu den jüngsten Entwicklungen.

Gezeigt werden Landschaften, Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, Fabelwesen und Szenen regionaler Bräuche. Nach Angaben der Veranstalter waren der Fantasie der 28 Künstler aus neun Ländern keine Grenzen gesetzt. Mit Schaufeln, Skalpellen, Spezialwerkzeugen und Pinseln hatten sie in wochenlanger Arbeit ihre Skulpturen aus den aufgeschütteten Bergen scharfkörnigen Sandes geschält. Mehr als 9000 Tonnen waren den Angaben zufolge dafür aus einer nahen Kiesgrube angefahren worden.

Schau im Glaspalast

Seit dem vergangenen Jahr findet die jährliche Ausstellung auf Rügen in einem eigens errichteten «Glaspalast» statt. Dafür waren ehemalige Panzerhallen mit einer aufwendigen Glaskonstruktion umgebaut worden. Zuvor wurde die Schau in Zelten gezeigt. Dank des neuen Domizils könnten Besucher die Sandskulpturen nun ganzjährig besichtigen, sagte eine Sprecherin. Zudem würden erstmals neben den Sandskulpturen auch mehr als 600 Pflanzen aus aller Welt gezeigt.

Die neue Schau habe bereits am ersten Tag bei bestem Flanierwetter viel Zuspruch gefunden. Der größte Zustrom wird mit Beginn der Tourismussaison erwartet.


Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Debatte über «Woke-Sein» und Cancel Culture
Aus aller Welt

Linke Identitätspolitik hat den Anspruch, den Blick für Diskriminierung zu schärfen und Minderheiten eine Stimme zu geben. Kritiker werfen der Bewegung jedoch vor, ebenso wie Rechtspopulisten die Demokratie zu untergraben.

weiterlesen...
Mehr als sechs Jahre Gefängnis nach tödlichem Raserunfall
Aus aller Welt

Dem Autofahrer konnte es nicht schnell genug gehen. Auf bis zu Tempo 200 beschleunigte er und kam ins Schleudern. Die entgegenkommende Autofahrerin starb. Nun hatten die Richter das Wort.

weiterlesen...
Fünf Frauen mit Auszeichnung «Goldene Bild der Frau» geehrt
Aus aller Welt

Sie setzen sich ehrenamtlich für Menschen ein, die Hilfe brauchen oder achten auf Nachhaltigkeit. Nun bekommen Frauen auf einer Gala dafür Auszeichnungen und viel Aufmerksamkeit für ihre Projekte.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Feuerwehr findet letztes Erdrutsch-Opfer auf Ischia
Aus aller Welt

In der Nacht zum 26. November war es wegen starker Regenfälle auf der italienischen Mittelmeerinsel zu Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Nun ist die letzte Vermisste gefunden worden.

weiterlesen...
Der Schmerz von Illerkirchberg
Aus aller Welt

Fassungslosigkeit und Wut herrschen nach der tödlichen Gewalttat auf einem Schulweg in Illerkirchberg. Es wird viel geweint, getrauert - und angeklagt. Der Fall hat eine politische Dimension.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Feuerwehr findet letztes Erdrutsch-Opfer auf Ischia
Aus aller Welt

In der Nacht zum 26. November war es wegen starker Regenfälle auf der italienischen Mittelmeerinsel zu Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Nun ist die letzte Vermisste gefunden worden.

weiterlesen...
Der Schmerz von Illerkirchberg
Aus aller Welt

Fassungslosigkeit und Wut herrschen nach der tödlichen Gewalttat auf einem Schulweg in Illerkirchberg. Es wird viel geweint, getrauert - und angeklagt. Der Fall hat eine politische Dimension.

weiterlesen...