12. Juli 2021 / Aktuell

Mobile Impfungen ab nächsten Freitag auf dem Parkplatz Herford-Süd an der A2

Erste Impfaktion an einer Autobahn in NRW

Ab nächster Woche wird auf dem Parkplatz Herford-Süd geimpft. / ©Pixabay.com

Ab Freitag, dem 16.07.2021 wird für eine Woche von 08:00 bis 18:00 Uhr bis zum nächsten Freitag, 23.07.2021 auf dem Parkplatz Herford-Süd an der A2 (Fahrtrichtung Hannover/Berlin) geimpft. Nur am Sonntag gibt es dort keine Impfungen. 

Organisiert wird die besondere Aktion, in Kooperation mit der Autobahn Westfalen, vom Impfzentrum Herford, das hier eine mobile Impfstelle aufbaut und den Impfstoff der Firma Johnson & Johnson verimpft. Dieser Impfstoff ist für eine solche Aktion besonders geeignet, weil hier mit nur einer einzigen Impfung ein Komplettimpfschutz erreicht wird.

»Wir möchten es den Menschen möglichst einfach machen und vor allem Menschen erreichen, die wegen ihres Berufs viel unterwegs sind und oft keine Möglichkeit haben, Impftermine zu buchen und wahrzunehmen. LKW-Fahrer oder Geschäftsreisende können sich in dieser Woche ganz spontan impfen lassen und haben dann einen vollständigen Impfschutz. Hier nutzen wir die strategisch günstige Lage des Kreises Herford an der A2 auf der Ost-West-Achse. Wir wollen, dass möglichst viele Menschen geimpft werden und wir wollen alle erreichen«, erklärt der Landrat des Kreises Jürgen Müller. 

Impfstoffmangel war gestern, jetzt lassen sich Kommunen und Kreise etwas einfallen, um möglichst viele Menschen für eine Impfung zu gewinnen. Und es gibt viele, für die ein Impftermin zu den üblichen Zeiten kaum organisierbar ist oder die auf den üblichen Wegen nicht erreicht werden können, weil sie beispielsweise keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, sich hier aber regelmäßig zum Arbeiten aufhalten. 

Bei dieser Autobahn-Impfaktion können sich dann alle ab 18 Jahren ohne Voranmeldung impfen lassen, auch wenn Sie nicht aus dem Kreis Herford kommen. Die sogenannte „Pop-up-Impfstelle“ wird auf dem Parkplatz Herford Süd an der A 2 aufgebaut. Die Impfstelle selbst wird dann zu Fuß durchlaufen, nachdem man sein Auto auf dem Parkplatz abgestellt hat. 

Schon auf der Autobahn wird in verschiedenen Sprachen auf die Impfstelle des Kreises Herford hingewiesen werden. Und auch an den umliegenden Rasthöfen wird mit Handzetteln in verschiedenen Sprachen auf die Impfmöglichkeit aufmerksam gemacht. So bleibt etwas mehr Zeit, zu überlegen, ob man den Abstecher zum Impfen machen möchte.

»Ein Stück weit ist das ein Experiment, denn wir sind die Ersten in NRW mit einer Impfaktion an der Autobahn«, räumt Dezernent Norbert Burmann ein. »Wir freuen uns, dass wir bei allen beteiligten Behörden so viel Unterstützung und gute Tipps für die Umsetzung bekommen haben. Die Autobahn Westfalen, das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und die Autobahnpolizei waren in die Planungen eingebunden und werden die Umsetzung auch begleiten.« Wenn die Impfaktion gut angenommen wird, ist eine Verlängerung der Impfaktion oder auch eine Impfstelle an der A 30 möglich. 

Trotz des unüblichen Ortes läuft die Impfung nach gewohnten medizinischen Standards ab. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt das mobile Ärzteteam der Kassenärztlichen Vereinigung logistisch und betreut die Impflinge. Mitzubringen sind Ausweispapiere und der Impfausweis (wenn vorhanden). Die Anamnese- und Aufklärungsbögen werden vor Ort in verschiedenen Sprachen vorliegen. 

Für alle, die sich lieber für andere Impfstoffe und die Impfung im Impfzentrum entscheiden, stehen über die Terminvergabe der Kassenärztlichen Vereinigung (Online-Buchungsportal: www.116117.de / Telefonische Buchung: 116 117 oder (0800) 116 117 02.) weiterhin kurzfristige Impftermine mit den Impfstoffen von Moderna und von BioNTech/Pfizer im Impfzentrum in Enger zur Verfügung. 

Außerdem können über die Terminvergabe des Kreises Herford unter folgendem Link: www.kreis-herford.de/impftermine auch Termine für eine sogenannte Kreuzimpfung mit AstraZeneca und BioNTech/Pfizer für die Zeit vom 12.07.2021 bis zum 18.07.2021 gebucht werden. 

Damit ist endlich das erreicht, was lange nicht möglich war: Eine gute Impfstoffversorgung mit dem Impfstoff der eigenen Wahl. 

(Pressemitteilung des Kreises Herford)

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