5. November 2021 / Aus aller Welt

Baby zu Tode geschüttelt? - Angeklagter bestreitet Vorwurf

Nach Schätzungen erleiden jedes Jahr in Deutschland 100 bis 200 Babys und Kleinkinder ein Schütteltrauma. Ein Vater muss sich in einem solchen Fall vor Gericht verantworten.

Der Angeklagte im Gerichtssaal: Ihm wird vorgeworfen, seinen etwa zwölf Wochen alten Sohn getötet zu haben.

Ein 33-Jähriger soll seinen knapp drei Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt haben - seit Freitag muss sich der Vater vor dem Landgericht Hildesheim verantworten.

Zum Prozessauftakt wollte er sich selbst nicht zu dem Vorwurf äußern. Im Gespräch mit der Haftrichterin und dem psychiatrischen Gutachter hatte der Mann bestritten, das Baby misshandelt zu haben. Ihm wird Totschlag zur Last gelegt. Ende März soll er den kleinen Jason so stark geschüttelt haben, dass der Säugling massive Hirnblutungen erlitt. Die Mutter des Kindes war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Wohnung.

Laut Anklage machte Jason röchelnde Geräusche und lief blau an - daraufhin alarmierte der Vater den Notruf. Der Junge starb wenige Tage später. Der 33-Jährige sitzt seit seiner Festnahme am 1. April in Untersuchungshaft.

Nach Schätzungen erleiden jedes Jahr in Deutschland 100 bis 200 Babys und Kleinkinder ein Schütteltrauma infolge von Misshandlungen. «Wenn Eltern für einen kurzen Moment die Kontrolle verlieren und ihr schreiendes Baby schütteln, können sie ihm schwere Schäden zufügen, die zu körperlicher und geistiger Behinderung führen können», warnt das 2017 gegründete Bündnis gegen Schütteltrauma. 10 bis 20 Prozent der betroffenen Kinder sterben demnach an den Folgen.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Eure Experten für Oldtimer Versicherungen
Partner-News

Die Provinzial Geschäftsstelle König & Jekal oHG berät Euch auf dem VW Käfer Wintertreffen

weiterlesen...
Herzlich willkommen
Aktueller Hinweis

Provinzial Geschäftsstelle König & Jekal oHG bekommt Zuwachs

weiterlesen...
Weltweiter Party-Start ins Jahr 2023
Aus aller Welt

Das Neue Jahr wird gefeiert vom Inselstaat Kiribati bis nach Hawaii. Und viel lauter als in den beiden Vorjahren begrüßen die Deutschen das neue Jahr mit fröhlichen Feiern und farbenprächtigem Feuerwerk.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verletzte nach Messerangriff aus Krankenhaus entlassen
Aus aller Welt

Nach einer Messerattacke im Herzen des EU-Viertels in Brüssel dauern die Ermittlungen an. Die Staatsanwaltschaft geht aber nicht von einem extremistischen oder terroristischen Vorfall aus.

weiterlesen...
Messerangriff - Hamburgs Senatorin weist Vorwürfe zurück
Aus aller Welt

Die Hamburger Bürgerschaft befasst sich am Mittwoch mit der tödlichen Messerattacke. Die AfD-Fraktion hat das Thema zur Aktuellen Stunde angemeldet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Verletzte nach Messerangriff aus Krankenhaus entlassen
Aus aller Welt

Nach einer Messerattacke im Herzen des EU-Viertels in Brüssel dauern die Ermittlungen an. Die Staatsanwaltschaft geht aber nicht von einem extremistischen oder terroristischen Vorfall aus.

weiterlesen...
Messerangriff - Hamburgs Senatorin weist Vorwürfe zurück
Aus aller Welt

Die Hamburger Bürgerschaft befasst sich am Mittwoch mit der tödlichen Messerattacke. Die AfD-Fraktion hat das Thema zur Aktuellen Stunde angemeldet.

weiterlesen...