10. September 2021 / Aus aller Welt

Bewegende Gedenkfeier für Opfer der Explosion in Leverkusen

Die Ursache für die Explosion Ende Juli ist noch nicht geklärt. Derweil trauern Kollegen, Freunde und Familien um die sieben Todesopfer.

Angehörige, Mitarbeiter und Freunde nehmen bei der Trauerfeier für die Todesopfer der Explosion in Leverkusen Abschied.

Gut einen Monat nach der Explosion in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage haben Mitarbeiter und Angehörige bei einer berührenden Gedenkfeier der sieben Toten gedacht.

Am Unglückstag sei die «Brutalität eines Ereignisses» über die Familien der Opfer, das Unternehmen und auch die ganze Stadt hereingebrochen, sagte der Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) am Freitag. «Wir stehen zusammen in der Trauer.»

An der Veranstaltung auf einem Flugplatz nahmen etwa 200 Menschen teil, mehrere Hundert verfolgten sie zudem über einen Livestream. Auf einer Bühne standen großformatige Fotos der Opfer, für die je eine Kerze leuchtete.

Der Chef des Chempark-Betreibers Currenta, Frank Hyldmar, kündigte an, dass zwei Gedenkstätten errichtet würden. Vor dem Entsorgungszentrum in Leverkusen-Bürrig sowie vor der Unternehmenszentrale in Leverkusen sollten in der kommenden Woche Bäume gepflanzt und Gedenktafeln angebracht werden. Bis zum ersten Jahrestag des Unglücks würden die Gedenkorte künstlerisch gestaltet.

Die genaue Ursache für die Explosion am 27. Juli ist noch nicht geklärt. Nach ersten Untersuchungen wird eine chemische Reaktion des Abfalls vermutet. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu dem Unglück geführt haben.


Bildnachweis: © Roberto Pfeil/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Debatte über «Woke-Sein» und Cancel Culture
Aus aller Welt

Linke Identitätspolitik hat den Anspruch, den Blick für Diskriminierung zu schärfen und Minderheiten eine Stimme zu geben. Kritiker werfen der Bewegung jedoch vor, ebenso wie Rechtspopulisten die Demokratie zu untergraben.

weiterlesen...
Mehr als sechs Jahre Gefängnis nach tödlichem Raserunfall
Aus aller Welt

Dem Autofahrer konnte es nicht schnell genug gehen. Auf bis zu Tempo 200 beschleunigte er und kam ins Schleudern. Die entgegenkommende Autofahrerin starb. Nun hatten die Richter das Wort.

weiterlesen...
Fünf Frauen mit Auszeichnung «Goldene Bild der Frau» geehrt
Aus aller Welt

Sie setzen sich ehrenamtlich für Menschen ein, die Hilfe brauchen oder achten auf Nachhaltigkeit. Nun bekommen Frauen auf einer Gala dafür Auszeichnungen und viel Aufmerksamkeit für ihre Projekte.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Haftstrafen gegen Betreiber kinderpornografischer Plattform
Aus aller Welt

Mehr als eine Million Beiträge mit Fotos und Videos von schwerer sexueller Gewalt an Kindern fanden Ermittler auf der Darknet-Plattform «Boystown». Nun wurden deren Betreiber in Frankfurt verurteilt.

weiterlesen...
Kleiner Privatzoo sucht Paten für Krokodilbaby
Aus aller Welt

Zoos haben hohe Energierechnungen, sie können Gas- und Stromverbrauch aber aus Tierschutzgründen nicht einfach kürzen. Ein kleiner Privatzoo wagt einen Rettungsversuch - mithilfe eines niedlichen Reptils.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Haftstrafen gegen Betreiber kinderpornografischer Plattform
Aus aller Welt

Mehr als eine Million Beiträge mit Fotos und Videos von schwerer sexueller Gewalt an Kindern fanden Ermittler auf der Darknet-Plattform «Boystown». Nun wurden deren Betreiber in Frankfurt verurteilt.

weiterlesen...
Kleiner Privatzoo sucht Paten für Krokodilbaby
Aus aller Welt

Zoos haben hohe Energierechnungen, sie können Gas- und Stromverbrauch aber aus Tierschutzgründen nicht einfach kürzen. Ein kleiner Privatzoo wagt einen Rettungsversuch - mithilfe eines niedlichen Reptils.

weiterlesen...